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Viele Skilegenden, viele Emotionen - und ein Steinbock

Es war ein Legenden-Treffen der besonderen Art, und plötzlich hüpfte sogar ein Steinbock mitten auf die Bühne. Auf Salastrains hatte das OK der FIS Alpinen Ski World Championships St. Moritz 2017 zum grossen Abend der Erinnerungen, Emotionen und der Vorfreude geladen. Und alle waren sie gekommen.

Ski World Cup
17.03.2016

Die Legenden, die in den vergangenen Jahren für all die Erfolge gesorgt hatten und die die Schweiz zur stolzen Skination gemacht haben, waren gekommen. Vreni Schneider und Maria Walliser, Werner Mattle und Peter Müller, Brigitte Oertli, Ariane Ehrat, Conradin Cathomen, Roland Collombin, die vollständige Aufzählung ist nicht möglich, etwa 50 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen waren versammelt. Und besonders rührend der Auftritt von Dumeng Giovanoli, der in den 60er-Jahren der weltbeste Skifahrer war und heute noch quicklebendig ist. Auf die Frage, ob er im aktuellen Skizirkus gerne dabei wäre, sagte er: „Schon, aber nur, wenn ich immer noch bei den Besten dabei wäre.“
 
Der Blick zurück in die grosse Vergangenheit wies den Weg in die Zukunft, und die heisst vor allem Alpine Ski WM St. Moritz 2017. Kein Jahr ist es mehr, bis dieser wichtigste alpine Skianlass bereits zum fünften Mal Station macht in der legendären Engadiner Skidestination. OK-Präsident Hugo Wetzel verlieh seiner Vorfreude Ausdruck, er weiss, dass alle Beteiligten auf dem richtigen Weg sind. Als nach seinen Worten der brandneue Film der Region Engadin St. Moritz auf den Grossleinwänden erstmals gezeigt wurde, spürten alle dieses spezielle Gänsehaut-Gefühl, das nur die ganz grossen Emotionen auslösen kann. „St. Moritz“, sagte Lara Gut, „ist daheim für mich, das ist mein Berg.“ „Alles, was mein Leben als Skifahrerin ausmacht, hat hier begonnen“, so Vreni Schneider.
 
Und dann kam er endlich, der ganz grosse Auftritt. Naja, sagen wir mal, es war der hüpfende Auftritt eines Steinbocks. Das WM-Maskottchen wurde erstmals überhaupt öffentlich gezeigt, und er wurde getauft. Wie bei der Oscar-Verleihung stand Abfahrts-Weltmeister Patrick Küng auf der Bühne, er hielt ein Couvert in der Hand, Trommelwirbel, und dann lüftete der Glarner das Geheimnis: „Das Maskottchen der alpinen Ski-WM St. Moritz heisst – MORITZ!“ Bei einer öffentlichen Aktion im „Blick“ gingen über 1350 Vorschläge ein, eine hochkarätige Jury mit unter anderem Küng und Wendy Holdener traf letztlich die endgültige Entscheidung. Die WM 2017 hat also neben den 1300 Voluntari nun noch ein ganz spezielles Gesicht: Moritz.
 
Spät in der Nacht gingen die zahlreichen Gäste zufrieden nach Hause, die Stimmung war mitreissend gewesen bei dieser Art „Familientreffen“ am WM-Berg. Und alle waren sich in zwei Dingen einig: Das Fest als Startschuss zur WM 2017 war gelungen – und die WM selbst wird noch viel besser.

 

 

 

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